Hinter der Komplexität

(s. auch Post vom 19.7.09)

Von allen Seiten fließen sie zusammen, die Konzept- und Aktionsströme für ein anderes gesellschaftliches Zusammen-
leben. I
mmer auf festem (Fakten-)Untergrund, vielfach phantasievoll und fröhlich (s. Post v. 4.7.09), bahnen sie sich kraftvoll und unaufhaltsam auch in Deutschland ihren Weg:

  • Krönungswelle“ und Filme zum Grundeinkommen;
  • Wasser unterm Hammer“ mit allen – gruseligen – Hintergrundinformationen, warum Wasser in Bürger(Innen)hand gehört und nicht in die Hände
    von profitorientierten P
    rivatgesellschaften;
  • Deine Bahn“ – Stoppt die Bahnprivatisierung des Bündnisses Bahn für Alle;
  • Mal richtig abschalten!“ von Campact zum Aktivwerden für die endgültige Abschaltung der Atomkraftwerke, deren Technologie der Büchse der Pandora gleichkommt;
  • Abgespeist – Denn Etiketten lügen wie gedruckt“ in Sachen verbraucherfeindliche Praktiken der Lebensmittelindustrie (Danke an foodwatch für Eure vielen nützlichen Infos);
  • Abgeordnetenwatch“ der überparteilichen Hamburger Bürgerinitiative Mehr Demokratie e.V. für eine direkte Verbindung zu (Euren Bundestags-)Abgeordneten;
  • und … und … und viele andere … (s. auch unter Informative Links)

Das Projekt „El Pan Alegre/Das Fröhliche Brot“ ist mit seinem Ansatz des mehrdimensionalen Wirtschaftens in Kreisläufen Teil dieser Neuen Welt, in die die Ströme münden. In Deutschland vernetzt mit der Bewegung des Regionalen Aufbruchs, knüpft es an ein umfassenderes Verständnis von Wirtschaft an, als es bisher gelehrt und praktiziert wird.

Riane Eisler hat dieses alte Denken in ihrem Buch „The Real Wealth of Nations“ mit einem sechsteiligen Puzzle veranschaulicht, von dem gerade die drei Teile (als ver-
meintlich wertlos, unproduktiv und nicht gewinnbringend) ausgeschlossen waren, die Herz und Grundlage menschlichen Miteinanders (und damit auch Miteinander-Wirtschaftens) sind. So konnte natürlich kein stabiles und nachhaltig funktionierendes Gefüge entstehen.


Seit gestern ist die Schirmherrschaft
Dr. Hermann Scheers
für
El Pan Alegre / Das Fröhliche Brot amtlich
(s. Blogbeitrag vom 6.5.09):

Auch an dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an ihn im Namen
des Vorstands sowie aller Mitglieder
und Förderer.


Kuba 2 – Kurzvortrag in Havanna

In der Universidad Municipal de Playa organisiert Alba Camejo mit ihrem Projekt „Árbol de Vidaim Rahmen der Cátedra de Medio Ambiente in diesem Semester jeden Montag um 18 Uhr Vorträge zu den verschiedensten Umweltthemen. Sie hatte mich schon im letzten Jahr eingeladen, teilzunehmen und ihren StudentInnen den Kreislaufgedanken von El Pan Alegre, speziell den Amaranth, vorzustellen.

Die Möglichkeit dazu ergab sich – allerdings ungeplant – am 13. April, als sich der ursprünglich vorgesehene Referent verspätete und Alba mich unverrichteter Dinge einfach aus dem Publikum heraus in die Mitte schob. Gut, dass ich ein paar aus Deutschland mitgebrachte Amaranthkörnchen eingesteckt und auf dem Weg zur Uni für den Fall der Fälle als mögliche Anschauungsobjekte noch ein paar Amaranth-(Bledo-)Pflänzchen am Straßenrand ausgerupft hatte.

Als dann im Anschluss an meine Präsentation die Tür aufging und der eigentliche Referent hereinkam, stellte sich übrigens zu unserer beiderseitigen Überraschung heraus, dass es ein langjähriger Unterstützer von El Pan Alegre war: Juan Herrera (auf dem Foto hinter mir im blauen Pulli), Leiter der Umwelt-Abteilung beim Ministerium für Wissenschaft, Technologie und Umwelt in der Provinz Havanna-Stadt, wo wir uns erst die Woche zuvor in seinem Büro gesehen hatten.


El Pan Alegre hat jetzt einen SCHIRMHERREN

Voller Freude kann ich Euch mitteilen, dass seit gestern Dr. Hermann Scheer Schirmherr von El Pan Alegre ist!


Gleich zu Beginn unserer Unterhaltung stellte sich heraus, dass der Amaranth bereits seit einigen Jahren eine der Energiequellen ist, aus denen er die Kraft für seine aufreibende Arbeit bezieht. Da musste ich ihm also gar nichts mehr erklären.

Statt dessen hat er sofort und mit Heißhunger (er hatte eine lange Sitzung hinter sich) die ersten der Amaranthriegel verputzt, die ich ihm – zusammen mit Amaranthpoppkorn – als nachträgliches Geburtstags-geschenk mitgebracht hatte.

Ja, und das dezentrale Kreislaufkonzept von El Pan Alegre ist haargenau so ein Beispiel für die Form von Energieversorgung, für die er seit 29 Jahren im Deutschen Bundestag und weltweit rebellisch und streitbar eintritt.

Deshalb hat er am Ende unserer Unterhaltung ohne zu zögern sein Einverständnis damit erklärt, von nun mit ihm als Schirmherr für El Pan Alegre für breitere Unterstützung zu werben.

Ein dickes Dankeschön an dieser Stelle an Horst Stapp, Initiator und Ortsvorsteher des Bioenergiedorfs Breuberg Rai-Breitenbach im Odenwald, für die Vermittlung des Gesprächs!

ELADIO ELADIO ELADIO ELADIO ELADIO

… aber der lebendige Eladio – seine Stimme, sein Lachen, seine Weisheit, … – hat für immer einen festen Platz in meinem Herzen.

Und in „EL PAN ALEGRE“.

ELADIO ELADIO ELADIO ELADIO ELADIO


Naturtipps und „El Pan Alegre“ haben gemeinsam gewonnen!


Ganz herzlichen Dank an „Blogpatenschaften“ für die Auszeichnung und an Gundula für Ihre großzügige Spende!


Kreislaufkonzept „El Pan Alegre“ auch auf Ökohof Worpswede?

Am selben Abend war ich eingeladen, den PlanerInnen des Artlantica-Ökohofs und anderen Interessierten den Energie- und Ernährungskreislauf des „Fröhlichen Brots“ vorzustellen.

„… wir wollen diesmal die Präsentation eines Wohnprojektes in Worpswede (in Planung) nicht wie üblich als Vortrag oder Power-Point-Präsentation darstellen, sondern in Form eines Rollenspieles, in dem wir auch Akteure aus dem Publikum bitten, auf die Bühne zu kommen, damit wir eine möglichst lebendige und interessante Vorführung erleben können.

Rollenverteilung bisher:
– ProjektgeberInnen
– Architekten
– Bürgermeister/Planungsamt
– Nachbarn der geplanten Wohnanlage
– Mieter der geplanten Wohnanlage
– Pressevertreterin des Lokalblattes“

Das wurde eine super lebendige Veranstaltung. Spannend und auch witzig, blieb sie ganz dicht an die fiktive „reale“ Situation einer Bürgerversammlung vor Ort angelehnt. Ich warf als „lokale Vertreterin der bundesweiten Initiative Müll ist kein Müll“ aus dem Publikum die Frage nach einem Konzept für die Abfallentsorgung in die „ExpertInnenrunde“ und wurde sofort als „Frau Energy“ mit hinein gebeten, um den Kreislauf von „El Pan Alegre“ vorzustellen.

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