FRÖHLICHE BESUCHE zwischen Mexiko und Kuba

2016-Sandra_Nuria_Madeleine_Alba

Letzte Woche haben wir – Sandra Rodríguez Ribalta (Stadtteilprojekt „Ando Reforestando“) , Nuria Costa Leonardo (Mexikanisches Land-/Frauennetzwerk und Koordinatorin der 1000 Friedensfrauen in Lateinamerika) und ich – in Havanna den Projektideen-Austausch zu Ernährungssicherheit bzw. nachhaltiger lokaler Entwicklung allgemein fortgesetzt, der bei meinem Besuch bei Nuria in Mexiko im Juni an Fahrt gewonnen hatte; ebenfalls teilnehmen konnte jetzt zu unserer großen Freude auch unsere Freundin Alba Camejo, die über ihr Projekt „Árbol de vida“ zu Umweltthemen publiziert.

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Und ewig grüßt die Steinzeit … ?

2016_04_22.-Blogbeitrag_Gender

Abbildung auf dem Buchtitel: Wandrelief aus dem Nord-Palast des Assurbanipal in Ninive (Britisches Museum, London)

Aufhänger:
⦁ „Die Entstehung des Patriarchats“, Gerda Lerner (Campus 1995)
⦁ „Das Jenseits ist eine Insel – … Eine Reise auf den Spuren der Freundschaftsökonomie“, Artikel v. Sabine Vogel in der Berliner Zeitung Nr. 67 v. 19./20.03.16 im Magazin S. 1+2

Die Lektüre von Gerda Lerners Buch hat mich – fast – sprachlos zurückgelassen: Sollte es wirklich so sein, dass das ganze „Gedöns“ der globalen patriarchalen Dominanz bis zum heutigen Tag ganz schlicht auf dem i.d.R. jederzeit leicht auszulösenden männlichen Drang nach Entladung ihrer Sexualität beruht, der damals im Paläolithikum, der Altsteinzeit, wegen der hohen Kindersterblichkeit wichtig war zum Überleben der Gattung Mensch? Und dass, um diesen Sex-Drang gesellschaftlich etablieren zu können, ohne dafür als das schwache Geschlecht dazustehen, ein ganzes Machtgefüge inkl. theoretischen Überbaus samt Herrschaftsinstrumenten wie Sexismus und Rassismus sowie dazu gehörigen Unterdrückungsmechanismen konstruiert wurde?

Wird am Ende die Welt von altsteinzeitlichen Wilden, verkleidet mit Schlips und Kragen, regiert und haben diejenigen mit ihrer Vermutung Recht, die da sagen, dass diese Wilden eher die Welt untergehen lassen, als ihr androzentriertes, patriarchal dominantes Denken und Handeln zu ändern?

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„El Proyecto Tahití“ wird zu „El Proyecto Cuba Alegre“: Kuba-Kolloquium „Die Zukunft gestalten mit lokaler Kraft!“

(Bericht in Anlehnung an den spanischen Eintrag von M. Porr mit Fotos auf diesem Blog v. 08.03.13 und dessen Übersetzung durch den Equilibrismus e. V.)


Der deutsche Science-Fiction-Roman „Das Tahiti-Projekt“ von Dirk C. Fleck handelt von einer Insel, die sich inmitten der bewegten Zeiten, in denen wir gerade in allen Ländern der Erde leben, für eine Zukunft nachhaltigen Wohlergehens entscheidet. Ihr Hintergrund: die Zusammenstellung praktikabler Konzepte unter dem Namen „Equilibrismus“. Der Roman wurde jetzt in der spanischen Version mit einem Vorwort des renommierten Journalisten und Historikers Pedro Pablo Rodríguez vom Verlag Arte y Literatura herausgebracht und in Kuba auf der diesjährigen 22. Buchmesse von Havanna vorgestellt (P. P. Rodríguez ist eine der beiden Persönlichkeiten, denen die Havanna-Buchmesse 2013 gewidmet ist).
 
Madeleine Porr, die Übersetzerin dieses Romans, ist seit rund 20 Jahren der nachhaltigen lokalen Entwicklung in ihren beiden Heimatländern Deutschland und Kuba verpflichtet; sie ist die Geschäftsführerin des gemeinnützigen deutschen Vereins En Buenas Manos e. V. und die Koordinatorin des Ernährungs- und Energiekreislaufprojekts El Pan Alegre – Das Fröhliche Brot.
 

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Tahiti goes Cuba

Was für eine Freude! „Das Tahiti-Projekt“ wird auf der Buchmesse Havanna (14.02.-24.02.2013) erstmalig in spanischer Sprache veröffentlicht mit einem Vorwort von Pedro Pablo Rodríguez López.

Nachdem Madeleine Porr das Buch 2009 ins Spanische übersetzt hatte, präsentierte sie die Übersetzung 2011 auf der Buchmesse Havanna erfolgreich dem Verlag Arte y Literatura.

1. FEZ-Schulprojektwoche „NACHHALTIG STARK UND SCHLAU!“ (Bildung für nachhaltige Entwicklung)

Vom 5. bis 7.6.12 hat im FEZ-Berlin zum ersten Mal eine Schulprojektwoche im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) stattgefunden: „NACHHALTIG STARK UND SCHLAU!“, auch das erste gemeinsame Produkt der BNE-Fachgruppe im FEZ – unter Leitung der langjährig erfahrenen Eva Kulla – und unseres Vereins En Buenas Manos e.V.

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Offener Brief zur Eröffnung der „Fröhlichen Amaranth-Kinderbäckerei“

FRÖHLICH, STARK UND SCHLAU MIT AMARANTH!

Zum Internationalen Kindertag öffnet sie ihre Türen:
„Die Fröhliche Amaranth-Kinderbäckerei“ im FEZ-Berlin, Europas größtem Freizeit- und Bildungszentrum für Kinder, Jugendliche und Familien!

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DAS AMARANTH-LIED

Nun können es endlich alle hören: Tobias Morgensterns wunderbares kleines „Amaranth-Lied“, das er 2010 für unser Kindertheaterstück „Das Fröhliche Brot“ komponiert und getextet hat (s. auch Blogeintrag v. 10.09.10).

Auch an dieser Stelle nochmals unseren herzlichsten Dank an ihn sowie an die GesangskünstlerInnen von Katarina Krolls FEZi-Strolchen – Rosa (6), Ole (6), Zina (6), Leo (7), Lydia (7), Charleen (5), Janne (6) und Emi-Ida (5) – und an Dirk Meier, den Tontechnik-Virtuosen von der Landesmusikakademie im FEZ-Berlin, die diese Aufnahme gesponsert hat!

Creative Commons Lizenzvertrag Theaterstück (1. Akt / 2. Akt) und Lied (Noten in A, C, D und G) sind creative-commons-lizensiert: by-nc-nd (d.h.: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung) und über die Links kostenlos herunterlad- und verwendbar.

Zu der kleinen Fotostrecke (M. Porr, K. Kroll und Internet) rund um Aufnahme, Mix und Schnitt des Liedes geht es hier.

(Foto: M. Porr)

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KEINE KÜRZUNGEN BEI KINDERN UND JUGENDLICHEN!

von Madeleine Porr

Schritt für Schritt und still und leise sollen den Berliner Kinder- und Jugendeinrichtungen ihre FÖRDERGELDER gestrichen werden – Ressourcen, DIE IHNEN GESETZLICH ZUSTEHEN, um die nachwachsenden Generationen in die Gesellschaft integrieren zu helfen.

Das ist fürwahr der Gipfel politischer Kurzsichtigkeit!

Was Familien längst nicht mehr leisten können und der Staat schon lange sträflich vernachlässigt, hatten in den vergangenen Jahrzehnten – oft schon mit minimaler Ausstattung und an der Grenze zur Selbstausbeutung – wenigstens die freien Träger noch aufrecht erhalten: ein vielfältiges außerschulisches Lern- und Freizeitangebot für die Erwachsenen der Zukunft.

Doch jetzt sollen selbst die bislang zugeteilten Förderkrümel noch weniger werden. Denn jeder Groschen wird gebraucht, um sich zumindest den Anschein zu geben, die in rasender Geschwindigkeit steigenden Kreditzinsen für die himmelhohe Haushaltsverschuldung noch bezahlen zu können.

Nach dem Motto „Nach uns die Sintflut!“ soll dafür denen ihr Geld weggenommen werden, die am wenigsten Medienmacht besitzen und damit auch am wenigsten öffentliche Aufmerksamkeit erzwingen können – auch wenn es ausgerechnet diejenigen sind, die doch später unsere Rente zahlen sollen.

Und tatsächlich gab es dann auch keine breite – und ja, warum nicht: solidarische – mediale Vorab-Information über die Demonstration „Jugend verschwindet“, zu der ein breites Bündnis von Trägern der Kinder- und Jugendarbeit für den vergangenen Freitag Nachmittag aufgerufen hatte.

Ich finde, das ist – neben der politischen Schande – auch ein Armutszeugnis für die lokalen Medien und verdeutlicht das Maß ihrer Heuchelei in der Berichterstattung; sind sie doch die ersten, die für höhere Auflagen- und Zuschauerzahlen ihre Titelseiten und Nachrichten-Überblicke mit Horrormeldungen über zunehmende „Verwahrlosung“, „Kriminalisierung“ und/oder „Radikalisierung“ der Jugend aufputzen und dann auch immer gleich erst mal gebetsmühlenartig nach härteren Bestrafungen rufen.

Deshalb noch einmal an dieser Stelle ein umso schallenderes „KEINE KÜRZUNGEN: KINDER UND JUGENDLICHE HABEN EIN RECHT AUF KOSTENLOSE BILDUNGSANGEBOTE!“ sowie der Aufruf des Bündnisses, die Kürzungsabsichten des Senats nicht hinzunehmen.

Die gemeinsame Botschaft der kleinen und großen, jungen und alten TeilnehmerInnen der Demo war jedenfalls deutlich: „Wir wollen für die Kinder und Jugendlichen wieder den Platz, der ihnen in dieser Gesellschaft gebührt!“

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